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Scarlertt-PmP-2014-Elfe-1Wenn sich etwas ereignet, zu dem es keine Bilder gibt,
greift die Presse gern auf "Symbolbilder" zurück.
Da sieht man zum Beispiel ein rasendes Polizeiauto als
"Symbolbild" zu einem Überfall.
Ich habe in meinem Bilderfundus etwas gefunden,
das als "Symbolbild" für den BREXIT stehen könnte,
oderrrrrr?

 

 

Zitat aus einer Workshop-Beschreibung
"Ganz konkret heißt das, du lernst die Wirkung von Blendenwert und Verschlusszeit kennen und anwenden"

Bitte lest einmal dazu
https://www.juergen-denter.de/watt-zu-lernen/242-der-verschluss.html
Und dann entscheidet, ob der Workshopleiter für Euch infrage kommt :-)))

Die Paralympics ermöglichen Sportlern mit Behinderung sportliche Wettkämpfe im Sinne der Olympischen Spiele. Dabei ist es sogar vorgekommen, dass Unterschenkelamputierte mit Spezialprothesen besser abschnitten als Gesunde, z.B. beim Weitsprung.
Als Sohn eines Kunstmalers habe ich meinen Vater häufig in die Natur begleitet, bewaffnet mit Zeichenblock und Bleistift wie er, um Skizzen für Aquarelle oder Gouachen und Ölgemälde zu erstellen. Leider hat sich das Bild auf dem Weg von meinem Kopf in die Hand derartig verformt, dass meine Ergebnisse weit am Ziel vorbei gingen. Irgendwie war ich „behindert“.
Weil die Bilder nicht über die Hand und den Bleistift auf das Papier wollten, habe ich mir eine Fotokamera als „Prothese“ zugelegt und siehe da, die Bilder gelangten vom Kopf über meine
Vito B und den Rowi-Vergrößerer auf ein Blatt Fotopapier.
Heute hilft mir diese Erfahrung immer noch. Die Kamerabedienung hat sich etwas geändert, die Dunkelkammer ist jetzt hell und das Papier muss nicht mehr getrocknet werden. Eines aber ist geblieben:

Die Fotografie ist für mich „Paralympics der Malerei“

Eines sollte aber klar sein:
Der Weitspringer mit Prothese ist „Weitspringer“ und kein „Prothesenbediener“.
Wer einen zu dicken Bauch hat oder nix im Kopf, kann sich die beste Prothese kaufen, es wird nichts nützen!

Ich habe schon häufig darauf hingewiesen, dass es in der
Terminologie der Fotografie an Missverständnissen nicht mangelt.
Der Verschluss hat nicht die primäre Aufgabe zu verschließen, sondern sich zu öffnen!
Die Verschlusszeit wird im Service eingestellt.
Der Sucher ist zum Finden da.
Die Blende lässt kein Licht durch.
"Punktschärfe" ist eine sinnlose Forderung.
Und dann das mir unerklärliche "available light", auf das viele als große Aufgabe hinweisen.
Womit bitte schön soll man denn fotografieren? Wenn kein "light available" ist, ist es dunkel.
"Available" heißt auf Deutsch
verfügbar, vorhanden, zugänglich und auch
erhältlich!
Also seht zu, dass immer Licht "erhältlich" ist und kauft Euch
einen systemkompatiblen BLITZ!
Ihr wisst sicher, wo so ein Ding erhältlich ist.
Dann habt Ihr immer
"available light"

" Es ist die Tragödie dieser Welt,
dass die Narren so selbstsicher
und die Weisen so voller Zweifel sind."

Da kann man die "Narren" und "Weisen" in der Fotografenwelt sicher auch mit meinen.
Pixelmengen und Schärfe kann man selbstsicher definieren.
Gestaltung wird erst dann interessant,
wenn sie von den messbaren Parametern abweicht.
Dann ist man sicher auch voller Zweifel.
Das fängt schon mit der "richtigen" Belichtung an!

Man darf die Regeln nur brechen, wenn man sie beherrscht.
Und an der Beherrschung mancher Zeitgenossen habe ich meine Zweifel.
Der "Goldene Schnitt" ist für mich keine Regel, sondern nur ein
Vorschlag!

Wenn die Menschen nur über das sprächen,
was sie begreifen,
dann würde es sehr still auf der Welt sein.
Albert Einstein

Mein Fazit:
Dann gäbe es sehr viel weniger Workshopleiter!

Es war im Frühsommer 1977. Ich hatte am 2. Januar meinen Job bei Canon Euro-Photo angetreten und machte nun mit meiner Frau den 1. Urlaub mit üppiger Fotoausrüstung. Mit einer F 1 und einem schwarzen FD 300/2,8 Fluorite ( mit grünem Ring!) stapften wir durch den heißen Sand von Fuerteventura. Es gab damals nur den Robinson Club in Jandia, nebenan eine Baustelle und das kleine Fischerdorf Morro und ein weiteres Hotel im Norden der Insel. Unterwegs trafen wir auf ein Ehepaar, das uns sofort ansprach. Angesichts der F 1 mit dem dicken Rohr daran wagte es der Mann, mir seine sündhaft teure Leica in die Hand zu drücken mit der Bitte, die beiden doch mal zusammen zu fotografieren, er sei sonst nie mit auf dem Foto. Gesagt, getan! Ich ergriff die Leica, nahm den richtigen Abstand und wollte gerade scharfstellen, als der Mann mich aufgeregt ansprach, ich solle doch bitte an nichts drehen, denn sein Fotohändler habe das schon alles eingestellt! Da war ich aber platt! Ein Blick auf die Leica zeigte folgendes:
1. das Objektiv 50 mm stand auf 3 m
2. 1/125 sec mit Blende 8 war eingestellt
3. der Film war ein 17° DIN Farbnegativfilm
Sonne lacht, Blende 8 mit 1/125 bei 17° DIN, dazu die Schärfentiefe von vorn bis hinten bei der hyperfokalen Entfernungseinstellung, begleitet von der Großzügigkeit des Negativfilms bei kleinen Fehlbelichtungen, das war das Geheimnis des Fotohändlers. Dazu die Empfehlung, immer mit Sonne im Rücken zu knipsen.

Wir sehen, auch damals gab es schon unbewußt "RAW-Jünger",
die Fehler nachträglich korrigierten.
Eigentlich könnten die "RAW-Jünger" es ähnlich machen.
Nehmt doch einfach das Beispiel des Fotohändlers und übersetzt das in die digitale Zeit:
AF abschalten - 3 m einstellen beim 50/1,8
100 ASA - mit EV 14 ergibt das 1/250 mit f:8,
nur noch mit Sonne im Rücken fotografieren
und den Rest am Rechner korrigieren!

Da es solch einfach denkende Menschen immer noch gibt, aber keine Fotohändler mehr, die das einstellen können, ist es sicher mal zu überlegen, ob man nicht mal für eine ganze Saison auf die Kanaren fliegt, um dort geführte Wanderungen mit Fotoworkshopcharakter zu machen.

Übrigens war die Leica  eine heute hochmoderne Kamera,
spiegellose Vollformat :-))

Es gibt Beiträge unter "Watt zu lernen", die schon über 500 x angeklickt wurden, andere krebsen bei unter 30x herum.
Dennoch macht es Spaß, die Rückmeldungen zu lesen, auch solche von Leuten, die eigentlich schon alles nachbeten können, weil sie "Workshopmonster" waren, keine Gelegenheit ausgelassen haben, was zu lernen. Manche sehen auch ein, dass sie lernresistent sind, freuen sich, dass sie jetzt unbemerkt von Teilnehmern vieles nachlesen und immer wieder lesen können.
Es wurde bemerkt, dass einige Beiträge mehr angeklickt würden, wenn die Inhalte in der Überschrift deutlicher wären. Allerdings sind die meisten Klicks bei den "geheimnisvolleren" Beiträgen zu vermelden. Ich denke mal, dass es wie in der Politik ist. Es sind nicht immer die Intelligentesten, die gewählt werden, sondern die Lautesten!
Ich habe jedenfalls Spaß an meiner neuen Beschäftigung!

"Wie herrlich ist es, nichts zu tun
und dann vom Nichtstun
auszuruh'n"
Heinrich Zille

Heute  ( 31.10.2018) habe ich mal zum Spaß das Tageshoroskop im
"Kölner Stadtanzeiger" für mich gelesen. Kaum zu glauben,
aber es passt nicht nur für 1 Tag :-))
Zitat:
Vorsicht, dass Sie Ihre klugen Ratschläge nicht an falsche Personen vergeuden,
denn Ihre geistigen Werte gibt es nicht zum Schleuderpreis.
Motto:
Meine Ideen unterliegen nicht den Gesetzmäßigkeiten eines Winterschlussverkaufs!