"Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennen zu lernen.
Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften.
Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt,
haben die Leute keine Freunde mehr."
A. de Saint-Exupéry
Der Kaufladen (shop) für Bildideen heißt "Workshop"
Aber wie auch beim "Koch"-Workshop
klappt es am heimischen Herd allein meistens nicht mehr
Les hommes n'ont plus le temps de rien connaître. Ils achètent des choses toutes faites chez les marchands.
Mais comme il n'existe point de marchands d'amis, les hommes n'ont plus d'amis.
"La boutique d'idées d'images s'appelle "Workshop", stage photo.
Zitat aus "Le Petit Prince" von Antoine de Saint-Exupéry
(Antoine Marie Jean-Baptiste Roger, comte de Saint Exupéry)
"Die großen Leute haben eine Vorliebe für Zahlen.
Wenn ihr ihnen von einem neuen Freund erzählt,
befragen sie euch nie über das Wesentliche.
Sie fragen euch nie: Wie ist der Klang seiner Stimme?
Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge?
Sie fragen euch:
Wie alt ist er? Wie viele Brüder hat er?
Wie viel wiegt er? Wie viel verdient sein Vater?
Dann erst glauben sie, ihn zu kennen."
Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen.
Die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.
Einstein
Warum muss ich eigentlich bei diesem Zitat an meine Zeit bei Canon denken?
"Der Denter polarisiert", blieb und bleibt sich aber immer selber treu!

Übersetzung für weniger Frankophile
Wir kennen uns erst, wenn wir zusammen getrunken haben.
Wer sein Glas leert,
leert auch sein Herz
Eigentlich könnte der Text auch in der Kategorie "Watt zu lernen" stehen.
Ich denke, dass es wenig Sinn macht, die AF-Erkennung schneller zu machen, dabei aber Auslöser mit "matschigem" Druckpunkt zu liefern. Es nützt nichts, wenn der immer schnellere AF immer länger braucht, bis er endlich zu arbeiten beginnt oder wenn sein Arbeitsbeginn von mir nicht präzise kontrolliert werden kann.
Bei meiner EOS 1 D MK IV ist die Auslöseverzögerung immer noch dieselbe wie bei der analogen EOS 1. Das habe ich seit 1989 im Finger!
Es macht für mich keinen Sinn, davon los zu lassen, nur um GPS-Signale und WLAN nutzen zu können. Ich bin ja kein Fotoreporter, der direkt mit der Redaktion verbunden sein muss, weil es nur noch um die Schnelligkeit der Nachrichten geht, nicht aber um deren Qualität.
Also lassen es die Reporter "knattern" und überlassen dem Bildredakteur die Auswahl und den Bildausschnitt.
Es ist nicht gefragt, ein BILD zu liefern, sondern einen ÜBERBLICK,
aus dem man dann eine Nachricht ausschneiden kann.
Und wer sich über das Knattern freut, wird auch zum "Schneiderlein".
Bei dem knattert die Nähmaschine und da ist es gut so!
Es gibt Wichtigeres im Leben,
als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen
Mahatma Gandhi
Die Paralympics ermöglichen Sportlern mit Behinderung sportliche Wettkämpfe im Sinne der Olympischen Spiele. Dabei ist es sogar vorgekommen, dass Unterschenkelamputierte mit Spezialprothesen besser abschnitten als Gesunde, z.B. beim Weitsprung.
Als Sohn eines Kunstmalers habe ich meinen Vater häufig in die Natur begleitet, bewaffnet mit Zeichenblock und Bleistift wie er, um Skizzen für Aquarelle oder Gouachen und Ölgemälde zu erstellen. Leider hat sich das Bild auf dem Weg von meinem Kopf in die Hand derartig verformt, dass meine Ergebnisse weit am Ziel vorbei gingen. Irgendwie bin ich „behindert“.
Ich habe schon häufig darauf hingewiesen, dass es in der
Terminologie der Fotografie an Missverständnissen nicht mangelt.
Der Verschluss hat nicht die primäre Aufgabe zu verschließen, sondern sich zu öffnen!
Die Verschlusszeit wird im Service eingestellt.
Der Sucher ist zum Finden da.
Die Blende lässt kein Licht durch.
"Punktschärfe" ist eine sinnlose Forderung.
Und dann das mir unerklärliche "available light", auf das viele als große Aufgabe hinweisen.
Womit bitte schön soll man denn fotografieren? Wenn kein "light available" ist, ist es dunkel.
"Available" heißt auf Deutsch
verfügbar, vorhanden, zugänglich und auch
erhältlich!
Also seht zu, dass immer Licht "erhältlich" ist und kauft Euch
einen systemkompatiblen BLITZ!
Ihr wisst sicher, wo so ein Ding erhältlich ist.
Dann habt Ihr immer
"light available"
"Es ist die Tragödie dieser Welt,
dass die Narren so selbstsicher
und die Weisen so voller Zweifel sind."
Da kann man die "Narren" und "Weisen" in der Fotografenwelt sicher auch mit meinen.
Pixelmengen und Schärfe kann man selbstsicher definieren.
Gestaltung wird erst dann interessant,
wenn sie von den messbaren Parametern abweicht.
Dann ist man sicher auch voller Zweifel.
Das fängt schon mit der "richtigen" Belichtung an!
Man darf die Regeln nur brechen, wenn man sie beherrscht.
Und an der Beherrschung mancher Zeitgenossen habe ich meine Zweifel.
Der "Goldene Schnitt" ist für mich keine Regel, sondern nur ein
Vorschlag!
Es war im Frühsommer 1977. Ich hatte am 2. Januar meinen Job bei Canon Euro-Photo angetreten und machte nun mit meiner Frau den 1. Urlaub mit üppiger Fotoausrüstung. Mit einer F 1 und einem schwarzen FD 300/2,8 Fluorite ( mit grünem Ring!) stapften wir durch den heißen Sand von Fuerteventura. Es gab damals nur den Robinson Club in Jandia, nebenan eine Baustelle und das kleine Fischerdorf Morro und ein weiteres Hotel im Norden der Insel. Unterwegs trafen wir auf ein Ehepaar, das uns sofort ansprach. Angesichts der F 1 mit dem dicken Rohr daran wagte es der Mann, mir seine sündhaft teure Leica in die Hand zu drücken mit der Bitte, die beiden doch mal zusammen zu fotografieren, er sei sonst nie mit auf dem Foto. Gesagt, getan! Ich ergriff die Leica, nahm den richtigen Abstand und wollte gerade scharfstellen, als der Mann mich aufgeregt ansprach, ich solle doch bitte an nichts drehen, denn sein Fotohändler habe das schon alles eingestellt! Da war ich aber platt! Ein Blick auf die Leica zeigte folgendes:
1. das Objektiv 50 mm stand auf 3 m
2. 1/125 sec mit Blende 8 war eingestellt
3. der Film war ein 17° DIN Farbnegativfilm
Sonne lacht, Blende 8 mit 1/125 bei 17° DIN, dazu die Schärfentiefe von vorn bis hinten bei der hyperfokalen Entfernungseinstellung, begleitet von der Großzügigkeit des Negativfilms bei kleinen Fehlbelichtungen, das war das Geheimnis des Fotohändlers. Dazu die Empfehlung, immer mit Sonne im Rücken zu knipsen.
Wir sehen, auch damals gab es schon unbewußt "RAW-Jünger",
die Fehler nachträglich korrigierten.
Eigentlich könnten die "RAW-Jünger" es ähnlich machen.
Nehmt doch einfach das Beispiel des Fotohändlers und übersetzt das in die digitale Zeit:
AF abschalten - 3 m einstellen beim 50/1,8
100 ASA - mit EV 14 ergibt das 1/250 mit f:8,
nur noch mit Sonne im Rücken fotografieren
und den Rest am Rechner korrigieren!
Da es solch einfach denkende Menschen immer noch gibt, aber keine Fotohändler mehr, die das einstellen können, ist es sicher mal zu überlegen, ob man nicht mal für eine ganze Saison auf die Kanaren fliegt, um dort geführte Wanderungen mit Fotoworkshopcharakter zu machen.
Übrigens war die Leica eine heute hochmoderne Kamera,
spiegellose Vollformat :-))
Ich betrachtete im Mondlicht diese blasse Stirn,
diese geschlossenen Augen,
diese im Winde zitternde Haarsträhne,
und ich sagte mir:
Was ich da sehe, ist nur eine Hülle.
Das Eigentliche ist unsichtbar…
Antoine de Saint-Exupéry
Und deshalb ist auch ein gutes Foto
keine Frage einer verlustfreien und korrigierbaren Datei,
sondern das Begreifen des Wesentlichen im kreativen Auslösemoment.
Dazu braucht es kein RAW, sondern Einfühlungsvermögen
und manchmal nicht einmal ein Bild aus Pixeln,
sondern nur im Kopf.
Mein Freund Paul hat mir mal eine Situation beschrieben,
die er nicht im Bild festgehalten hat,
"weil er es anderen nicht gönnt",
so schön war es!